Gestern fand anlässlich des Internationalen Frauentags in Neubrandenburg eine Gedenkveranstaltung für die Opfer der dortigen Außenstelle des KZ Ravensbrück statt.
In Ravensbrück waren von 1939 bis 1945 etwa 120.000 Frauen und Kinder, 20.000 Männer und 1.200 weibliche Jugendliche aus über 30 Nationen inhaftiert. Die größte Gruppe bildeten etwa 40.000 Polinnen, gefolgt von 23.000 bis 25.000 sowjetischen Frauen.
Besonders unter den sowjetischen Häftlingen waren viele Ukrainerinnen. Da es damals keinen unabhängigen ukrainischen Staat gab, wurden die ukrainischen Häftlinge meist als Polinnen, Russinnen (Sowjets), Tschechinnen oder Ungarinnen registriert.
Nach Angaben des Ukrainisch-Kanadischen Forschungs- und Dokumentationszentrums (UCRDC) kamen schätzungsweise bis zu 8.000 der in Ravensbrück inhaftierten Frauen aus dem Gebiet der Ukraine.
Es ist wichtig, die ukrainischen Opfer des Zweiten Weltkriegs und des Nationalsozialismus nicht zu vergessen, um die Ukrainerinnen und Ukrainer als Nation sichtbar zu machen und auf die historische Verantwortung Deutschlands gegenüber der Ukraine hinzuweisen.
Laut unserer Satzung ist ein Ziel unseres Vereins, das Narrativ vom einheitlichen sowjetischen Kampf gegen den Hitlerfaschismus zu korrigieren.
Artikel beim NDR
Literaturhinweis:
Kalyna Bezchlibnyk Butler (Solonynka): Ukrainische Frauen im Konzentrationslager Ravensbrück. © 2025 Ukrainian Canadian Research and Documentation Centre (UCRDC)